Das Projekt

Ein Reallabor für die smarte Wasserversorgung

Gemeinsam mit den Stadtwerken Heilbronn und der Heilbronner Versorgungs GmbH macht das Ferdinand-Steinbeis-Institut den Rollout digitaler Wasserzähler zur Grundlage einer datenbasierten Wasserversorgung – und entwickelt daraus im Reallabor konkrete, übertragbare Anwendungen.

Digitale Wasserzähler und Netzdaten im Reallabor (Platzhalterbild)
Digitale Wasserzähler und Netzdaten (Platzhalterbild)

Ausgangslage

Die Wasserversorgung steht vor veränderten Rahmenbedingungen. Klimatische Entwicklungen führen regional zu einer sinkenden Verfügbarkeit von Wasserressourcen und erhöhen zugleich die Belastung der bestehenden Infrastruktur. Ein erheblicher Teil der Wasserinfrastruktur ist altersbedingt erneuerungsbedürftig.

Um diesen Entwicklungen zu begegnen, rückt der gezielte Einsatz digitaler Technologien in den Fokus. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Rollout digitaler Wasserzähler, der neue Ansätze für Effizienz, Transparenz und Netzsicherheit ermöglicht. Die Stadtwerke Heilbronn und die Heilbronner Versorgungs GmbH schaffen damit für die Region Heilbronn die Grundlage für eine smarte, datenbasierte Wasserversorgung.

Smarte, datenbasierte Wasserversorgung (Platzhalterbild)

Das Ziel

In unserem Reallabor entwickeln und erproben wir parallel zum Rollout digitaler Wasserzähler in Heilbronn skalierbare Smart-Water-Anwendungen – zur Stärkung der Klimaresilienz, zur Optimierung des Wasserverbrauchs und zur Reduzierung von Modernisierungskosten.

Herausforderungen

Daten sind häufig voneinander getrennt

Wichtige Informationen aus Messung, Betrieb, Netzplanung und Abrechnung liegen oft in isolierten Systemen vor. Dadurch können sie nicht effizient miteinander verknüpft und gemeinsam genutzt werden – wertvolle Erkenntnisse bleiben ungenutzt.

Veraltete und proprietäre Systeme schränken Handlungsspielräume ein

Viele Wasserversorger arbeiten mit spezialisierten, teils älteren IT-Systemen. Diese sind häufig schwer integrierbar und führen zu einer starken Abhängigkeit von einzelnen Anbietern – was Flexibilität und Innovationsfähigkeit deutlich begrenzt.

Es fehlen übertragbare Praxisbeispiele für smarte Lösungen

Erfolgreiche Umsetzungen smarter Wassernetze sind bislang selten und oft nicht ohne Weiteres auf andere Versorger übertragbar. Gerade für kleinere, personell begrenzte Organisationen fehlt es an skalierbaren, praxiserprobten Vorbildern.

Datenaustausch über Organisationsgrenzen hinweg ist noch ungeübt

Sowohl technisch als auch organisatorisch steht das systematische Teilen von Daten zwischen verschiedenen Akteuren noch am Anfang. Es mangelt an etablierten Prozessen, Standards und Erfahrungen für eine effektive Zusammenarbeit.

Unsere Lösungsansätze

Daten intelligent zusammenführen und nutzbar machen

Wir integrieren Daten aus digitalen Wasserzählern und bestehenden Netzsystemen zeitnah und systematisch. Dadurch werden effizientere Betriebsabläufe, vorausschauende Instandhaltung und innovative digitale Anwendungen möglich.

Unabhängigkeit durch offene und interoperable Technologien stärken

Durch den Einsatz offener Schnittstellen und herstellerunabhängiger Architekturen reduzieren wir gezielt Lock-in-Effekte. So schaffen wir die Grundlage für mehr Flexibilität, Zukunftssicherheit und eine nachhaltige digitale Entwicklung.

Praxisnahe und skalierbare Anwendungen gemeinsam entwickeln

In enger Zusammenarbeit mit der Wasserwirtschaft entwickeln und testen wir smarte Anwendungsszenarien. Diese sind bewusst einfach umsetzbar, praxisnah gestaltet und auf eine breite Übertragbarkeit ausgelegt.

Voraussetzungen für unternehmensübergreifende Datennutzung schaffen

Wir gestalten die technischen, organisatorischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, damit Daten sicher und effizient auch über Organisationsgrenzen hinweg genutzt werden können – und so neue Wertschöpfungspotenziale für die Region entstehen.

Welchen Nutzen das Reallabor stiftet

Von effizienterem Betrieb bis zu mehr Transparenz für Bürgerinnen und Bürger – ein Überblick über die Vorteile.